Ein italienischer Festtag

Auch wenn Juventus Turin am Samstag nicht gewonnen hat, konnten sich die Tifosis am Sonntag wieder freuen. Der Sieg eines italienischen Piloten in allen drei Klassen bei einem Heim-GP war genug Grund zur Freude. Ich persönlich finde einen solchen Ausgang von Rennwochenende perfekt. Mehr geht einfach nicht für die Fans. Vor allem wenn man bedenkt, dass Anfang der Woche die Hiobsbotschaft kam, dass sich der Inbegriff der MotoGP sich beim Motocross-Training verletzt hat. Italien hielt den Atem an, aber am Mittwoch kam die Entwarnung. Valentino Rossi kann fahren und vor allem er wird fahren. Aber eigentlich war es für mich klar, dass er alles versuchen wird zu fahren. Denn was wäre ein Italien-GP ohne Rossi. Doch irgendwie sehr traurig.

Rossi hat alles gegeben und konnte am Sonntag sogar die ersten Rennrunden den Ton angeben. Er hat begeistert und fuhr wie entfesselt. Sobald ihn jemand in einer Kurve überholte, hat er sich seine Führung in der nächsten Kurve zurück erkämpft. Rossi hat alles gegeben und gekämpft. Er hat mich wirklich beeindruckt, sowie wahrscheinlich alle an der Strecke. „Leider“ war es für ihn am Ende nur der vierte Platz. Aber bei seinen Verletzungen und seiner beeindruckenden Vorstellung war der vierte Platz wie ein Sieg. Man konnte sehen als er in der Box platz nahm wie erschöpft er war.

Den Sieg fuhr verdient Anderea Dovizioso ein. Ein Italiener auf einem bzw dem italienischen Motorrad, besser ging es doch kaum. Auch der dritte Platz ging an einen Italiener auf einer Ducati –  Danilo Petrucci.  Zweiter wurde Maverick Vinales.

Es war ein toller Rennsonntag. Ein italienischer Rennsonntag. Aber eine Sache soll hier noch Beachtung finden.

Den Tribut und die Erinnerung an Nicky Hayden und Luis Salom. Beide waren großartige Fahrer, tolle Persönlichkeiten und sind doch einfach zu früh gegangen. Sie waren noch nicht alt und hatten doch noch alles vor sich. Da ist es nur ein winzig kleiner Trost, dass sie ihr Leben verloren haben, bei Dingen die sie liebten. Dieser Satz erklärt nichts, er macht es nicht wieder ungeschehen. Er hilft lediglich uns eine Tagödie/Ungerechtigkeit etwas zu verstehen. Es gehört leider zum Motorsport dazu und doch ist es immer unbegreiflich. Die Schweigeminute (69 Sekunden) waren ergreifend und auch die Nummern 39 und 69 waren präsent. Sie leben weiter, in den Erinnerungen und den Geschichtsbüchern. Auch wenn den Beiden mit Sicherheit noch mehre Kapitel bevorstanden, wären sie nicht aus dem Leben gerissen worden.

Ciao Nicky. Ciao Luis.

 

 

 

 

Kommentar verfassen