Neues Kapitel

Assen 2020 IDM Supersport 300 Lennox Lehmann

Saison 2020, IDM Supersport 300. Das sind 44 Tage, 34 Fahrer, 8 Rennen an 4 Rennwochenenden. Vergangenes Wochenende begann die Saison auch für Lennox Lehmann. Endlich hatten das Warten und die Ungewissheit, ob man überhaupt dieses Jahr fahren kann, ein Ende. Für Lennox begann ein neues Kapitel. Das Kapitel IDM. Durch seinen letztjährigen Gaststart, seine hervorragenden Leistungen im ADAC Junior Cup und seine überzeugenden Testfahrten während der Vorbereitung, sicherte er sich seinen Startplatz. Mit dem Team Freudenberg beginnt er nun dieses neue Kapitel gemeinsam.

Gestartet wurde in Assen mit einem neuen Motorrad und neuer Elektronik. Wenn es auch für Lennox viel Vorbereitungszeit dieses Jahr gab, ist ein Rennwochenende doch nochmal etwas ganz anderes. Dazulernen steht also wieder auf dem Plan. Fuhr Lennox noch in den ADAC Junior Cup Rennen allen davon, muss er nun Zweikampfe und Windschattenschlachten austragen. Jeder noch so kleine Fehler wird hier im Rennen gnadenlos bestraft. Auch die Reifensituation ist in der IDM eine andere. Hier heißt es nun haushalten und geschickt taktieren, sonst muss man beim nächsten Rennen mit abgefahrenen Reifen an den Start gehen.  An diesem Wochenende kam aber noch eine Situation hinzu, die niemand gerne sehen möchte. Durch einen Highsider von Sarah Heide während der ersten Rennrunde am Sonntag, wurde das Rennen mit der roten Flagge unterbrochen. Damit beginnt ein routinierter Ablauf. Alle Fahrer fahren in die Box. Die Motorräder werden nochmal gecheckt. Der Fahrer hat Zeit zu trinken, bis es wieder in die Startaufstellung zum Re-Start geht und alle rausfahren. Wenn man diese Situation aber grade zum ersten Mal erlebt und dann noch mit der Anspannung und Rennkonzentration, ist es schwer diese Routine zu leben. Für Lennox war es schwer, denn er wollte wieder raus und weiterfahren, lag er doch an einer aussichtsreichen Position.

Es gilt nun viel zu lernen und sich stetig weiterzuentwickeln. Lennox ist da auf einem sehr guten Weg. Das zeigen die Ergebnisse aus den beiden Rennen in Assen, mit Platz sechs und Platz neun, von außen betrachtet. Aber wenn man genauer hinschaut und sich die Rundenzeiten in der Entwicklung ansieht, dann erkennt man auch dort eine steigende Lernkurve. Im ersten Rennen war die schnellste Rennrunde von Lennox nur sieben zehntel langsamer als die des Rennsiegers Melvin van der Voort. Im Rennen Zwei waren es sogar nur fünf zehntel auf Harry Khouri. Lennox steigerte sich in den beiden Läufen und während des Rennenwochenendes.

Für Lennox Lehmann hat das neue Kapitel begonnen, nun heißt es dieses Kapitel mit Leben zu füllen.

Eure Miss MotoGP

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